Cider statt Cidre! – Welcome to good old England!

Um 5 Uhr Ortszeit (6 Uhr nach unserer Zeit) werden wir geweckt.Das ist gefühlt etwa 3 Stunden zu früh!

Kurz duschen, packen und: Merle schläft immer noch. Wir haben wohl alle zu wenig Schlaf bekommen. Nach den Einreiseformalitäten machen wir Frühstückspause an der Ruine von Portchester Castle keine 10 Minuten entfernt mit Blick auf den Hafen. Toller Parkplatz, tolles Wetter, öffentliche Klöchen (im Gegensatz zu Frankreich hier MIT Toilettenpapier und -brille) und wir versuchen erstmal wach zu werden.


Ankunft mit der Fähre um 6 Uhr Ortszeit

Wohin soll die Reise gehen? Optionen: Das schöne Wetter hier an der Südküste nutzen oder ein Stückchen bis nach Wales fahren oder so weit es geht direkt in Richtung Schottland fahren. Alles hat sein Für und Wider. Es ist früh am Tag und wir haben viel Zeit, daher entscheiden wir uns für Variante drei. Wir klemmen uns auf die Autobahn nach Norden und fahren bis nach Formby in Mittelengland. Dort soll es einen tollen Strand geben, an dem wir den Nachmittag verbringen können. Wir waren kaum vom Parkplatz runter, da schlief Merle schon den fehlenden Schlaf nach.

Wir suchten auch hier in Großbritannien einen Rastplatz mit Spielplatz vergeblich. Noch schlimmer: Wir fanden einen „Freßtempel“ mit allen gängigen Fast Food Ketten, ohne Spielplatz, ohne Auslaufmöglichkeiten und Videoüberwachung des Parkplatzes. Maximal durfte man hier zwei Stunden sehen, sonst gibt´s eine Strafe von 15 Pfund. Na, da ist ja ein Vorbild an gutem Essen, viel Bewegung und Entspannung ohne Zeitstress. Wir fühlen uns gut aufgehoben – nicht!


Die Dünen von Formby aus 1200 Schritten Entfernung gesehen

Um etwa 2 Uhr Ortszeit kommen wir in Formby nördlich von Liverpool am Meer an. Das Parken kostet vor 16 Uhr 4,50 Pfund – es ist 2 Uhr. Wir dürfen so lange bleiben, wie wir wollen, auch bis morgen, aber nicht übernachten. Ahja..

Wir zahlen und machen uns einen schönen Tag am Meer. Der Weg durch die Dünen ist zwar etwas lang, aber dafür sehr schön. Es war grad Ebbe und das Meer war 1200 Schritte entfernt – ich hab mitgezählt weil ich die Entfernung gnadenlos unterschätzt hatte (gerechnet hatte ich mit 500 Schritten). Der Strand ist sehr flach und Ebbe und Flut schnell.


Keinen Schimmer, was das hier ist. Vorschläge bitte in die Kommentare!

Das hat auch Merle zuspüren bekommen, die zu mir laufen wollte, dann unterwegs bemerkt hat, dass sie kaum näher kommt. Als sie Angst vor der Situation bekam, tröstete Christian sie und sie sagte: „Das habe ich nicht gewusst, dass das so weit ist“.


„Ich kann nicht mehr laufen“

Zurück vom Strand wollte ich erstmal einen Tee kochen;      aber ach herrje – die Kanne fällt herunter und zerbricht in Scherben. Na das kann ja spätestens morgen früh was werden ohne Schwarztee! Darauf erstmal ein Cider!


Praktisch! Ein Spielplatz für große Kinder und andere Muckibärchen direkt neben dem Parkplatz!

Zusammen mit etwa einem halben Dutzend anderer Wohnmobile haben wir an diesem Strand übernachtet. Es gibt nämlich kein offizielles Schild, das dies untersagt. Außerdem haben die Mitarbeiter des National Trust um 16 Uhr Feierabend. Die „Polizeirunde“ war um etwa 19 Uhr und danach war Ruhe – nicht einmal wheeliedrehende Jugendliche oder ähnliches störten unseren Schlaf.


Aus Sicherheitsgründen haben wir unseren kleinen Wagen für die Nacht hinter der Hecke versteckt. Kannst du ihn erahnen? 🙂

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