La route de l´Ivoire et des Epices

Tag 12, heute mal aus Französisch, denn es ist Nationalfeiertag. Heute, am 06.06. begann die Landung der alliierten Streitkräfte in der Normandie. Haben wir wieder etwas dazu gelernt, weil uns die geschichtlichen Detaildaten bisher nicht interessiert haben. Also, liebe Franzosen, die Überschrift für den heutigen Tag lautet: Nous conduirons au la route de l´Ivoire et des Epices.


In der Nacht zu Dienstag kam der Sturm. Noch am morgen gab es viele kurze, aber heftige Schauer und den ganzen Tag über hörte der Wind nicht auf, sein bestes zu geben. Der Hofladen blieb (warum auch immer) zu und wir malten mit Merle einen Au revoir-Zettel und fuhren zurück zur Küste nach Veulettes-sur-Mer. – Für mich gut, dass es nicht zwei Orte weiter in Veules-les-Roses war, was sich für mich immer anhört wie „wolle Rose kaufen?“ 🙂

In dem Ort konnten wir Entsorgen und kostenfrei stehen. Wir verbrachten dort unsere frühe Mittagspause am Meer im tosenden Sturm. Unfassbar, wie hoch die Wellen auf dem sonst glatten Meer sein können. Strand, Spielplatz und Blaubeeren später fuhren wir mit einer schlafenden Merle weiter nach Fecamp zum einkaufen und dann nach Etretat für einen Stadt- und Strandbummel. Der Ort ist berühmt für seine „Falaise d´Aval“, auf gut Deutsch ein Stück Kreidefelsen mit Loch. Wunderschön, vor allem im Sturm mit hohen Wellen und wenig Touristen, von denen die meisten sich schnell wieder hinter der Promenade vor dem Wind versteckten.

Wir liefen durch den Kieselsteinstrand, wichen den großen Brechern aus und Merle verausgabte sich anschließend auf dem dortigen Spielplatz. Wirklich sehr schön in Frankreich, dass jede Promenade einen eigenen kleinen Spielplatz hat. Dann fuhren wir noch ein wenig weiter die als sehenswert angepriesene Touristenstraße „La route de l´Ivoire et des Epices“ entlang. Wir fanden sie relativ enttäuschend, da das Land so lieblich ist wie die Borkenberge bei uns im Münsterland und man kaum die Küste sehen kann. Wir hatten nämlich eine Küstenstraße erwartet, die es hier in der Normandie so nicht gibt; wahrscheinlich aufgrund der bröckelnden Kreidefelsenküste gar nicht geben kann.

Unsere Nacht verbringen wir in Saint Marie au Bosc auf der Farm „Guillaume le Conqueror“ (einer unserer Tipps!), wo wir jede Menge selbst produzierten Joghurt, Käse, Eier und Butter erstehen. Der Patron zeigte Merle und mir sogar die Melkanlage, die Sahnezentrifuge und den Holzbottich zum Buttermachen. Merle war zudem überaus begeistern von den vielen Hühnern, den zwei Hofkatzen und dem Hofhund. Ein toller, immer noch windiger Tag geht zu Ende.


Mein neuer absoluter Lieblingskäse: Neufchatel!

Frage des Tages: Hunderte Kilometer Kieselsteinküste, und in Etretat steht ein Schild, dass man keine Steine mitnehmen darf. Kommt euch dann auch das erste Mal in den Sinn, überhaupt einen mitzunehmen oder geht das nur mir so?

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