Wenn du nach Flaam kommst, vergiss das Portemonnaie nicht!

Tag 35: Flaam

Der Morgen begrüßte uns mit Sonnenschein. Nach dem Frühstück machten wir uns auf dem Weg zum kleinen Bahnhof und checkten um 10:05 in die Flaamsbahn (126 Euro) ein. Diese Touristenattraktion fährt auf einer Strecke von 20 km von Meeresniveau hoch auf ein über 800 Meter hohes Fjell.

Wir hatten Sorge, dass es sehr voll sein würde, doch wir hatten Glück. Nach Auskunft der Schaffner sind die Menschen „lazy“ und steigen alle in den ersten erreichbaren Wagen. Das bedeutete, dass wir im letzten erreichbaren Wagen nur zusammen mit einer zweiten Familie alleine saßen. Wir öffneten links und rechts die Fenster und waren glücklich.

Die Strecke fürt durch das erst liebliche, später schroffe Tal, vorbei an zahlreichen Wasserfällen, durch Tunnel und über Brücken. Es gibt sogar eine 180-Grad-Kehre in einem Tunnel. Auf 7 Stationen kann man aussteigen. Viele Familien mieteten sich oben auf der Bergstation ein Fahrrad und fuhren die Strecke, die auch viele Serpentinen beinhaltet, wieder hinunter. Dies haben wir auf unserer To-Do-Liste, wenn wir Norwegen nochmal besuchen.

Wir fuhren hinauf, hatten einen 30-minütigen Aufenthalt und fuhren wieder hinunter. An einem schönen großen Wasserfall gibt es sogar „Huldra“ aus einer norwegischen Sage zu sehen. Wir steigen zwei Haltestellen vor der Talstation aus und wanderten die 3,5 km hinab ins Tal. Wir kamen auch an einer schönen Kirche aus dem 17. Jahrhundert vorbei, aber wir durften nicht hinein, da norwegische Coronaregeln keine Besuche in Kirchen außerhalb der Messen vorsehen.

3,5 km später gönnten wir uns eine Kugel Eis (3 Euro) bzw. ein kleines Softeis (4,50 Euro). Hier bekam ich auf meine Frage: „Haben Sie Laktritzstreusel?“ das erste Mal die Antwort: „Welche Sorte möchten Sie denn?“ Wow! Es gab sie in süß und salzig.

Den Nachmittag verbrachten wir in Ruhe, sahen uns den des Ortes an und spazierten zum kleinen Spielplatz an der Küste. Um 16:15 Uhr verschwand die Sonne hinter dem berg und wir tauschen innerhalb von Minuten kurze Hose und Top gegen lange Hose, Pullover und Socken.

17 Grad können sehr unterschiedlich warm sein. Und warum gibt es kein deutsches Wort für „in der Sonne deutlich wärmer?“ es könnte z.B. „Sonnenbrand“ heißen. Dann wäre es im Wetterbericht etwa so: „Heute werden es 17 Grad im Schatten, mit Sonnenbrand gefühlt eher 30 Grad.“

Der Schatten hielt uns nicht davon ab, glücklich Würstchen und Maiskolben zu grillen. Nachdem Merle noch eine Stunde im nachthemd auf dem Spielplatz herumgetobt ist, fiel sie schon um halb acht von alleine ins Bett.

Dankbar für diesen tollen entspannten Tag im Sonnenschein beschließen wir den Abend. Morgen soll das Wetter noch besser werden. Unsere Reise ist gesegnet.

Eure Nicole

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