Der rotgoldene Mahlstrom

Tag 16: Furöy Camping – Elvegard Camping am Saltstraumen

Sonnenschein begrüßte uns und wir nahmen unser Frühstück draußen ein. Es waren 16 Grad und in der Sonne war es kaum auszuhalten, so warm war es. Fantastisches Wetter mit eingebauter Klimaanlage.

Wir packten im Bus schonmal alles zusammen und machten und dann auf, noch einmal den gut ausgebauten Wanderweg zum Furöysodden zu erkunden. Es gab mehrere Picknickplätze auf dem Flip-Flop-geeigneten Wanderweg und beim zweiten machten wir Rast. Wir hatten bis hierhin schon so viele Blaubeeren gepflückt dass wir froh waren, eine Tupperschüssel dabei zu haben.

Gegen 12:30 Uhr fuhren wir los. Unterwegs checkten wir den Reifendruck, gingen einkaufen und machten eine Pause am Picknickplatz Svartisen mit dem Blick auf die Gletscherzunge Engabreen, die wir in diesem Urlaub nicht besuchen wollen sowie einer Plause am Ureddplassen, einem Picknickplatz der mit einem als „weltschönste Picknickplatztoilette“ prämierten WC aufwarten konnte. Es war schon recht lustig, bei Joghurt mit Blaubeeren und schwarzem Tee dort auf einer Bank zu sitzen und die Heerscharen von Touristen zu beobachten, wie sie das Klo fotografierten und wieder weiterfuhren: Mit den Kindern, mit Hund, Grimassen ziehend, aus verschiedenen Blickwinkeln, mit Teleobjektiv und vieles mehr.

Wir fuhren weiter und dann passierte es! Wir sahen DEN ELCH! Scheu lief er am Wandrand in einigem Abstand zur Straße daher und machte uns durch seine bloße Anwesenheit sehr glücklich.

Unser Ziel war der Saltstraumen. Dort gibt es viele schöneParkplätze, auf denen man aber explizit nicht übernachten darf. Und es gibt zwei Campingplätze, einen auf der Nordseite und einen auf der Südseite der Brücke. Über beide gab es verschiedene Meinungen im Internet. Die einen ließen kein gutes Haar am Nordplatz, die anderen verrissen das Camp im Süden. Beiden gemein war, das sie sehr teuer sein sollten (Lage, Lage, Lage!).

Wir entschieden uns für den Platz im Süden, da irgendwo kurz erwähnt wurde, dass er einen Spielplatz hat. Der Platz ist familiär, etwas in die Jahre gekommen, aber völlig okay und wie erwartet teuer, da wir gezwungen waren, Strom mit zu bezahlen, obwohl wir keinen brauchen.

Doch die Lage ist es allemal wert. In 1 km Entfernung ist die Brücke, bei der wir von oben und direkt vom Ufer aus das Glück hatten, den Mahlstrom bewundern zu können – und das zur Hoch-Zeit, als das Strömen am stärksten war (wobei Einheimische uns sagten, dass der Mahlstrom an der Nordseite noch etwas größer sei).

Und auch vom Platz selber kommt man in 3 Minuten an den Fjord und wir konnten die Umkehrung der Strömung von Flut nach Ebbe sowie eine Schule Schweinswale bewundern. Und Fische gibt es hier in solch einer Fülle, wie wir es noch nie gesehen haben. Wir mussten schon fast aufpassen, dass sie uns nicht von alleine zuflogen. Bei unserem nächsten Urlaub in Norwegen werden wir eine Angel dabei haben!

Der Abend beschenkte uns dann schlussendlich noch mit einem famosen Farbenspektakel. Wir sahen einen Sonnenuntergang, wie es ihn nur selten für uns zu sehen gibt. Alles war in rotes Licht getaucht, selbst die Berge glühten rot. Ein unglaubliches Geschenk der Natur an uns, mit dem wir nicht gerechnet hatten.

Eure Nicole

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