Die Schotten kommen!

Wir beschließen kurzfristig, noch eine weitere Nacht zu bleiben. Am Samstag Morgen machten wir klar Schiff. Im Ort gibt es eine „Lavarie automatique“, dort waschen wir unsere Wäsche. Der Ortskern liegt nur etwa 500 Meter entfernt. Was nicht auf dem Prospekt stand ist, dass dazu noch 100 Höhenmeter kommen…


Das Warten versüßen wir uns mit einem Spielplatzbesuch und einem Capuccino italiano. Woran wir merken, dass das „italienische Cafe“ neben dem Waschsalon keines war? Als Merle nach einem dritten Keks fragte, sagten sie nein. Waschechte Italiener hätten einem Kleinkind keinen  Wunsch abgeschlagen. Für uns war das Sparen an falscher Stelle, denn hier würden wir persönlich nicht noch einmal vorbei schauen.

Direkt neben dem „Jardin des Enfants“, dem Spielgarten für Kinder liegt eine Wiese und dort wurden wir – wir konnten unseren Augen kaum trauen – Highlandgames abgehalten. Wir erkundigten uns und erfuhren, dass die „Kilt-Tage“ zu Pfingsten in Mers-les-Bains und Le-Treport sein Jahren berühmt sind. Wir sind beeindruckt und besuchen am Nachmittag das Defilee der Dudelsackspieler auf der Promenade.

Wir philosophieren über unsere tolle Schottlandreise mit dem Motorrad und der Möglichkeit, dass es auch eine Dudelsackband bei uns in der Stadt geben könnte. Aber über könnte sind wir nicht hinaus gekommen in unserer Vorstellung. Wir konnten uns beide einfach nicht vorstellen, dass es in Marl oder Haltern am See jemanden geben könnte, der verrückt und enthusiastisch genug ist, eine solche Formation zu gründen.

kleines Bonmot am Rande: Ein Dudelsackspieler hatte Probleme mit seiner Flöte und seine Kumpel halfen ihm, indem sie an seinem Sack herumfummelten; alle gingen sehr liebevoll miteinander um. – Hach, das ist so etwas mal in einem normalen Kontext sagen darf, hätte ich  nie zu träumen gewagt!

Am Vorabend wanderten wir dann die Klippen hinaus zur Statue „Notre Dame de la Falaises“. Allein wegen der deutschen Übersetzung der Gedenktafel ist die kurze Wanderung einen Abstecher wert. Und hinzu kommt: auf dem Wandererparkplatz campen drei „wilde“ Wohnmobile. Scheint ein Geheimtipp bei Park4Night zu sein.

Mit selbstgemachten scharfen Grillwürstchen der Fleischerei „Peters“ aus dem Ort beschließen wir diesen schönen, sonnigen, aber windigen und temperaturhalbierten Tag mit Blaubeeren, Erdbeeren und unserem leckeren Cidre.

Frage des Tages: welches zwielichtig-zweideutige Bonmot ist dein liebstes? 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Verwandte Beiträge

Beginne damit, deinen Suchbegriff oben einzugeben und drücke Enter für die Suche. Drücke ESC, um abzubrechen.

Zurück nach oben