Ring of Kerry

Der Freitag – Tag 43 – begann wie die letzten Tage auch: bewölkt und mit wenig Wind. Wir begannen die Campingplatz-Routine: Bett machen, anziehen, Bad, Frühstücken, Chemietoilette leeren, Merle und ich duschen, Grauwasser leeren und Frischwasser nachfüllen.
Das Duschen mit Merle hat sich die letzten Wochen verändert. Zu Beginn unserer Reise ging die Routine so: Mama ausziehen, Merle ausziehen, Merle auf den Arm, ab unter die Dusche, Merle abtrocknen und Frotteekleid anziehen, Merle ab zum Papa, Mama duschen.

Nun geht die Routine seit dem „les Mouettes“ in Frankreich so: Merle ausziehen, Merle alleine duschen, Mama versucht sich auszuziehen, Merle fertig, Merle abtrocknen und Frotteekleid anziehen, Merle ab nach draußen vor die Duschtür zum Unfug machen, Mama ausziehen und duschen.

Nach der Vormittagsroutine gingen wir mit Merle nochmal mit den Füßen ins Meer. Sie mag den Strand hier überhaupt nicht. Dann fahren wir weiter.


Hayley-Pass

Heute fahren wir einen Teil des „Ring of Beara“ und lassen die Blumeninsel als Reiseziel aus. Merle schläft grad und wir sind wie gesagt nicht die ausgewiesenen Botanikfans. Obwohl uns schon die Üppigkeit der Vegetation hier beeindruckt. Flieder, Hortensien, Fuchsien und Rhododendren jeweils mehrere Meter hoch am Wegesrand, dazu meterhoher wilder Rhabarber und allerlei Kraut, was ich nicht kenne.

Im kleinen Ort Adrigole biegen wir auf den Hayley-Pass über die Caha-Berge ein. Der Pass ist ein Leckerchen und der Motorradfahrer in Christian bekommt Wasser in den Augen. Eineinhalbspurig schlängelt er sich den Berg hinauf und kann dabei gut mit anderen Pässen in Schottland oder den kleineren Alpenpässen mithalten.


Hayley-Pass

Wir freuen uns über dieses Glück und fahren weiter nach Kenmare. Der Ort erfreut uns ebenfalls: nicht zu groß, aber doch touristisch können wir hier einkaufen, es gibt einen Spielplatz und selbstgemachtes Eis in der Hauptstraße des Ortes.

Wir planen unsere Pause an einem tollen Picknickplatz am „Ring of Kerry“, der auch einen „Garten der Sinne“ hat. Hier wollen wir aber nicht übernachten und fahren daher weiter bis nach Ballinskelligs. Hier stehen wir direkt am sehenswerten Strand.

Zudem freuen wir uns über öffentliche Toiletten, einen Abfallbehälter und insbesondere über ein kleines Café mit Spielplatz für Merle. Der Strand ist aus reinem dunklen Sand und man hat einen tollen Blick auf eine alte Burgruine.


Ballinskelligs

Am Abend klart der Himmel seit einer Woche das erste Mal wieder auf und wir sehen einen tollen Sonnenuntergang und einen ebenso tollen Vollmondaufgang in grandioser Kulisse. Die Berge im Hintergrund sehen aus wie auf der Isle of Skye, Bodennebel zieht auf und es ist ab circa Mitternacht Ortszeit in der einzigen „Dark Sky Area“ der Nordhalbkugel auch wirklich dunkel und sternenklar.

Frage des Tages: Warum gibt es in ganz Irland keinen Apfelkompott zu kaufen?

Frage 2 des Tages beantworten wir morgen: Warum heißt das Ausflugsschiff zur Insel Skellig Michael „The Force Awakens“?

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