Christi Himmelfahrt 2018 in Syke

Tag 1 von 5: Marl – Syke

Wir stecken mitten in den Vorbereitungen für den diesjährigen Reisemobilurlaub. Wohin soll es gehen? Wie lange? Wie lange dürfen die Etappen dauern? Worauf müssen wir bei einem fast dreijährigen Kind achten? Was werden wir diesmal vergessen? Und vieles mehr.
Fest steht, dass wir wieder mit Landvergnügen und seinen außerdeutschen Partnern unterwegs sein wollen. Denn das Reisen auf Bauernhöfen, Biobetrieben, Weingütern und ähnlichem hat uns letztes Jahr sehr gut gefallen. Daher habe ich den aktuellen Katalog gewälzt und die kinderfreundlichen Höfe herausgesucht. Kombiniert mit der aktuellen Wetterkarte für das lange Christi-Himmelfahrts-Wochenende entstand unsere erste „Probereise“ dieses Jahr. Wir wollen Merle die Ostsee zeigen – das Wasser, das immer da ist und nicht weggeht. Zudem möchten ein wenig mehr über Biobetriebe, Diversifikation in der Landwirtschaft und Archehöfe erfahren und hoffen, mit den Gastgebern in guten Kontakt zu kommen.

Wenige Wochen vorher haben wir begonnen, den Wagen auf Vordermann zu bringen. Christian hat den defekten Wasserhahn im Bad ersetzt und viele neckische Spielereien angebracht, wie z.B. einen  Wechselrichter. Am Vortag der Reise gab´s dann noch neue Hinterreifen und einen Bremsencheck.


Auf dem Hof Büntemeyer & Lehmkuhl in Syke

Am Mittwoch Mittag hatten wir dann die restlichen Dinge in das Wohnmobil gepackt und hoffen, nichts lebenswichtiges vergessen zu haben. Um 14 Uhr ging´s dann endlich los. Ab zum Bauernhof-Kindergarten und Merle abgeholt. Es war sommerlich heiß und sie sprang nackig zwischen Rasensprenger und Sandkuhle hin und her. Kurz unter die Dusche gehalten durfte sie dann auch den blitzsauberen Bus betreten. Wir waren noch nicht vom Hof herunter, da schlief sie schon selig ein.

Wir hatten eine kurze Etappe von etwas mehr als 200 km für den Nachmittag geplant. Von Haltern im südlichen Münsterland wollen wir bis nach Syke, was kurz vor Bremen liegt. Aus den geschätzten zwei Stunden Fahrtzeit wurden dann etwas mehr – Feiertags-Stau sei Dank. An den haben wir nicht gedacht und konnten die drei schönsten Vorfeiertags-Staus auf der A1 Richtung Norden bewundern.

Merle wurde nach etwa 1,5 Stunden Schlaf im Kindersitz wach und beklagte bei dem heißen Wetter, dass sie nicht mehr sitzen könne. Viel länger als 2 bis maximal 3 Stunden Fahrt während der Mittagschlafzeit ist nicht mehr drin.

Um etwa 17:45 kanem wir dann in Syke auf dem Bauernhof „Büntemeyer und Lehmkuhl“ an. Er lag für uns absolut in der Mitte der Route Heimat – Ostsee und warb mit einem großen Abenteuerspielplatz. Und wir wurden nicht enttäuscht. Wir hatten immer noch 28 Grad und Sonnenschein und nachdem wir festgestellt hatten, dass unser ganzes Grillgut noch daheim in der Kühltruhe liegt, waren wir erstmal im Hofladen einkaufen. Hier gibt es Schweine- und Geflügelfleisch von den eigenen Tieren und unser Grill-Abend war gerettet.


Wilde Tiere ganz zahm

Merle frohlockte derweil auf dem Spielplatz. Alles, was ein Kinderherz begehrt und noch viel mehr war hier. Rutsche, Ritterburg, Piratenschiff, Schaukeln, Sandkasten, Hängematte, Bobbycarbahn, Streichelzoo, Spielscheune, Stroh, Nestschaukel, Trampolin und vieles mehr. Kris, die sehr nette Gastgeberin erklärte uns, dass hier auch Kindergeburtstage gefeiert werden. Unfassbar toll, mit so viel Spielplatz hatten wir nicht gerechnet.

Kris erklärte uns, dass sie und ihr Mann zum einen über 300 Legehennen und über 200 Ferkel haben, daneben aber auch einen Hofladen zur Direktvermarktung besitzen und die Ferienwohnung und die Kindergeburtstage als zweites Standbein aufgebaut haben. Sie wies darauf hin, dass Bürokratie und Auflagen in Deutschland für Bauern sich nachteilig im Wettbewerb auswirken und sie daher eine Diversifikation für sehr sinnvoll erachten.
Und der Hof gibt ihnen Recht. Er glänzt in tadellosem Zustand, den Gastgebern sieht man die Freude an der Arbeit an – Stall ausmisten als tägliche Alternative zum Jogging ist eine Lebenseinstellung! Der Hof versprüht eine insgesamt positive Atmosphäre und wir fühlen uns hier sehr wohl.

Nach einem gemütlichen Grillabend und einem herrlichen Sonnenuntergang endete für uns der Tag gegen 11 Uhr. Merle war zwar schon um 8 Uhr im Bett, aber sie konnte nicht einschlafen. Zu spannend war die Umgebung im Wohnmobil, zu verführerisch die Lichtschalter, Vorhänge und Sonnenrollos. Ich weiß nicht, wer eher eingeschlafen ist, aber wir haben gegen 11 unser Bett umgebaut und ich bin prompt eingeschlafen.


Der Flug der Drohne sorgte für viele Zuschauer

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