Reisetag 37: ein unfreiwilliger Umweg

Der Morgen begann so wunderschön wie der Abend geendet hat. Blauer Himmel, in der Sonne mild und warm und nach dem Frühstück ging ich wieder mit Merle auf dem Spielgelände toben.

Der Mann vom Leuchtturm, der Merle gestern schweren Herzens das Spielzeug wegnehmen mußte, weil er schließen wollte, erinnerte sich von allein an sein Versprechen, ihr für das Warten heute ein Geschenk zu geben. Sie bekam einen tollen Igelball mit Leuchtfunktion in lila, einer ihrer Lieblingsfarben.  Der Ball muss seitdem überall hin mit. Danke!!

Hier am Leuchtturm ist die Stimmung einfach herrlich. Die Leute sind nett und zuvorkommend, hätten uns sogar Starthilfe gegeben oder ihren Machanikerfreund vorbeigeschickt. Hätten wir nicht zur Werkstatt gewollt, wären wir sicher noch einen Tag hier geblieben. Es ist Samstag, und da macht die Crew immer ein großes Barbecue.

Ein wenig traurig fahren wir annähernd die gleiche Strecke wieder zurück, die wir gestern hergefahren sind. Es ist also wahr, was man über die Iren sagt: Überaus gastfreundlich und hilfsbereit. Tatsächlich haben wir hier bisher keine brummeligen oder schnepfigen Iren kennen gelernt.

In Wexford geben wir den Wagen in die Hände der K.D.Garage, die die Batterie erst „besorgen“ muss. Wir verbringen die Zeit in der Trucker´s Lounge der Werkstatt und laufen dann zum 1 KM entfernten McDonald´s in dem Wissen, dass jeder McDonald´s einen Spielplatz hat. – Nur nicht in Irland.

Also lassen wir Merle im Garten- und Wohnaccessoircenter gegenüber frei und versuchen anschließend die große Küche bei McDonald´s. Einmal im Jahr etwa schauen wir nach, ob es immer noch so grausam schmeckt. – Und ja, tut es. Dafür bekam Merle ein kleines Pferd aus Plastik geschenkt und konnte mit Wachsmalstiften malen.

Mit einer (nicht mal allzu teuren) neuen Batterie fuhren wir dann um 13 Uhr weiter. Einmal durch Aldi und dann weiter nach Nordwesten. Unser Ziel ist die berühmte Ruine Jerpoint Abbey. Als wir dort ankamen, mußten wir eine halbe Stunde auf den Beginn der Führung warten – und es fing an zu regnen.

Auf eine Führung in einer Ruine bei regen hatten wir nicht so recht Lust, daher fuhren wir weiter. Ziel für heute war der als familienfreundlichster Campingplatz von ganz Irland ausgezeichneter Nore Valley Camping.

Und der konnte was. Streichelzoo, Tierfütterungen, Tierpark, Treckerfahren, ein Rutschenparadies und vieles mehr. Merle war am Abend so fertig, dass sie freiwillig ins Bett wollte.

Vorher aber wollten wir uns was „gönnen“ und bestellten drei Pizzen vom Campingplatz-Shop. Große Küche erwarteten wir nicht und bekamen wir auch nicht. Während Christian und ich nach 6 von 8 Stücken schon stopfen mussten, weil die Pizzen so groß waren, mampfte unser kleiner nur-Bauchler alleine 6 1/2 Stücke auf, bevor ihr der Rest „zu hart“ wurde.

Frage des Tages: Wie stehst du zu „Ferien auf dem Bauernhof“? und wenn: Mit Zelt, WoWa, WoMo, FeWo oder Hotel?

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