Das Orkland

An Tag 17 unserer Reise fahren wir von Molde aus weiter nach Nordosten. Gleich zu Beginn der Autofahrt direkt in Molde passiert etwas, was bisher noch gar nicht in Norwegen passiert ist: wir sehen eine Ampel [sic!]. Und nicht nur eine, sondern gleich drei Ampeln zieren hier unseren Weg. Und alle waren rot. Wir wissen, was wir bisher nicht vermisst haben. 

Anschließend fuhren wir recht ereignislos bis nach Orkanger. Die Landschaft ist nett, doch wir wissen nicht, wie nett, denn die obere Hälfte hing in den Wolken und blieb verborgen. Normalerweise hätten wir einen Abstecher zur Trollkirche gemacht, aber dafür war es viel zu nass. Auch zur Käserei mit weltprämierten Käse „Tingvoll Ost“ fuhren wir nicht. Die Käserei mit Cafe und schönem Spielplatz hat sonntags nämlich leider geschlossen. Und wegen der geringen Sicht ließen wir auch den Atlanterhavsveien zu Gunsten der schnellen Weiterreise aus. 

Denn unser Ziel war heute Mittag das „Orklandbadet“ in Orkanger. Hier sind wir einen ganzen Nachmittag lang schwimmen gegangen (450 Kronen für 3 Personen insgesamt). Es gibt ein Babybecken mit Rutsche, zwei Nichtschwimmerbecken, ein Nichtschwimmer-Spaßbad mit Strömungskanal, eine große Rutsche, ein Sprungbecken, ein Wettkampfbecken, ein 32-Grad-„Ruhebecken“, einen Blubbertopf sowie eine Sauna. Das reicht für einen schönen Nachmittag bei schlechtem Wetter vollkommen aus. Ich stand beispielsweise eine halbe Stunde auf dem 5-Meter-Turm und habe mich nicht getraut, so wie früher herunterzuspringen. Ich muss daher hiermit offiziell gestehen, dass ich alt geworden bin. 

Und wie bereits bei dem Badesee in Südnorwegen, schließt auch dieses Bad leider „mitten am Tag“ um 17 Uhr und schmeißt alle Badegäste entsprechend um 16:30 raus. Gut, dass wir so früh hier waren. Das Bad liegt direkt am Fjord und hat einen aufgeschütteten Strand sowie einen netten kleinen Spielplatz direkt hinter der Halle mit kleinen Trampolinen und Fitnessgeräten. Hier verbrachten wir auch nochmal etwas Muße. 

Als Übernachtungsplatz fuhren wir ein paar Minuten aus der Stadt hinaus bis zum Buvikvegen. Hier ist ein lokaler Angelspot mit kleinem Parkplatz. Christian holte ebenfalls seine Angel aus dem Kofferraum und es machte Spaß, hier frei angeln zu dürfen. Leider ohne Erfolg.  

Am Abend kam tatsächlich noch die Sonne raus und einige einheimische Fischer kamen, um sich hier ebenfalls ihr Abendessen zu angeln. Wir kamen ins Gespräch mit einer Frau aus dem Ort und ich konnte ihre Sprache nur schwer verstehen. Sie erklärte, dass sie einen Tröndelag-Akzent spricht, bei dem viele Buchstaben verschluckt und Worte zusammengezogen werden. Dennoch schaffte sie es, uns zwei Tipps für Badestellen / Strände am Fjord zu geben. Unsere Tipps fürs nächste Mal sind hiermit: Oysanden und Grönnlandskjaeret.

p.S. Tipp für die ganz „bösen“ unter uns. In Gjemnes kann man auf die Straße mit der Nummer 666 abbiegen. 

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