Tag 70: Resümee nach der Rückkehr

Was daheim natürlich nicht ausbleibt ist der Vergleich. Was ist besser, was habe ich vermisst und was ist nicht so dolle und was werde ich zukünftig vermissen? Hier meine kleine Übersicht der Erfahrungen der ersten zwei Tage daheim.

Was vermisse ich?

Ganz klar: Ich vermisse den Blick aufs Meer. Die Weite, die Brandung, das Geräusch der Wellen und die salzhaltige Luft. Da kann die ölgeschwängerte Ruhrgebiets-Luft nicht mithalten. Und auch die Aussicht auf Gärten und Häuser ist unvergleichlich trister.

Ich vermisse das ständig wechselnde Wetter an der See. Seitdem wir wieder zuhause sind, schwebt die übliche deutsche immer gleichförmige Sommer-Wolke über uns und bedeckt das dampfend-schwüle Land mit einem Düsternisschleier, der mir auf das Gemüt schlägt.

Das Kostenfreie Glas Leistungswasser im Restaurant. War bisher in fast jedem Land – von Norwegen bis Italien – entweder ohne Aufforderung oder auf Wunsch prompt zu haben. Nur in Deutschland zurück kam auf unseren Wunsch hin der Kellner zum Tisch, verschränkte die Hände und sagte: „Ihr wollt WAS? Leitungswasser? Da weiß ich gar nicht, wie ich das in den Computer eingeben kann.“

Die Wohnung ist „soo groß“. Vorher konnte ich alles ohne einen Schritt zu tun erledigen. Jetzt muss ich in verschiedene Räume gehen. Wer braucht so viel Platz? (Und so viel Kleidung im Schrank – erst mal ausmisten!)

Was ist in der Heimat einfach klasse?

Die Auswahl im Supermarkt ist in Deutschland einfach riesig. Auf den Inseln Irland und Britannien gibt es nicht ansatzweise so viel frisches Obst und Gemüse wie bei uns (oder in Frankreich). Es ist schön, mehr als eine Sorte Äpfel zu sehen. Wer den Vergleich nicht kennt, weiß möglicherweise nicht zu schätzen, wie gut wir es hier in Deutschland haben.

Und es ist nicht nur die Auswahl an Obst; auch Gemüse, Tiefkühlgemüse und insbesondere Brot. Gutes, schweres dunkles Brot gibt es tatsächlich nur in Deutschland. Wer dagegen auf Fertigprodukte und Weißbrot steht, wird keinen Unterschied bemerken.

Ebenfalls in diesem Zusammenhang bemerkenswert sind die günstigen Preise für Lebensmittel in Deutschland. In anderen Ländern zahlt man für Lebensmittel eher „deutsche Biomarkt-Preise“ – z.B. 1 Liter Milch 1,50 Euro.

Spitzenklasse und nur in Deutschland bisher erlebt ist „das Stück Wurst“ an der Wursttheke im Laden oder in der Metzgerei. In Frankreich mußten wir erklären, was wir wollten, anschließend wiegen und bezahlen und dem verschreckten Metzger hinten im Laden noch sagen, dass es tatsächlich unser Wunsch ist, dass Merle das Stück Wurst von der Bedienung sofort in die Hand bekommt.


wann fahren wir wieder zur See?

Klasse für Merle ist auch ihr ganzes Spielzeug. Sie erkannte alles sofort wieder und es wurde mit jeder Kleinigkeit erstmal ausgiebig gespielt, jedes Buch gelesen und in allen Betten herumgehüpft.

Natürlich sind auch Oma und Opa wieder froh, dass wir wieder daheim sind. Und wir sind froh, wenn Oma und Opa uns Merle auch mal einen Tag und/oder eine Nacht abnehmen. Merle freut sich auf Fahrradtouren, Eis essen und insbesondere den Besuch bei der „Bufftata-Musik“ – dem Flaesheimer Schützenfest.

Absolut vermisst: Meine Badewanne! Ich bin ein ausgeprägter Wohlfühl-Badewannen-Typ. Da kann für mich keine Dusche der Welt mithalten. Christian als Duschtyp freut sich darüber, dass er in Ruhe duschen kann, ohne immer wieder einen Knopf betätigen zu müssen, damit Wasser kommt. Auch Merle freut sich über die Badewanne.

Und zu guter Letzt können wir hier daheim auch wieder unser eigenes Brot backen. Mit unseren eigenen Zutaten so wie wir Brot lieben. Das kann kein Bäcker der Welt – egal in welchem Land du dich befindest!

Frage des Tages: Wann geht es wieder los? Und wohin diesmal?

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