Villerville statt Mont Joli – eine flexible Geschichte

Heute haben wir uns auf dem Campingplatz einen wesentlich schöneren Platz im Grünen am Ende einer Sackgasse gesucht. Das war uns gestern zu viel Trubel am Waschhäuschen und wir sind nicht so die Fenstergaffer und Leutebeobachter (von denen es hier recht viele zu geben scheint).

Anschließend suchten wir den W zum kleinen Hügel „Le Mont Joli“ in 2 km Entfernung. Nur leider ein weiteres Missgeschick. Ich habe die Karte, die die nette Rezeptionistin gemalt hat, falsch interpretiert und wir landeten an der Küste in Villerville. Auch schön. An Rand gab es einen kleinen Parkplatz, der kein Geld kostete und der nicht für Wohnwagen gesperrt war wie alle anderen hier.

Wir hatten richtig Glück und spazierten durch das kleine hübsche Dorf, über den alten Waschplatz, durch den Park mit seinem netten Spielplatz und an den Strand. Es war grad Ebbe und wir suchten mit Merle ein paar schöne Muscheln und Schneckenhäuser.

Strand statt Berg – so kann es gehen. Die nötige Offenheit für spontane Wendungen haben wir uns schon in den letzten Tagen angeeignet.

Nach dem Mittagschlaf stand „la Piscine“ auf dem Programm. Auch hier gibt es zwei Indoorbecken und zwei Outdoorbecken mit Rutschen und einem Aquapark. Nur leider waren Rutschen und Aquapark noch nicht in Betrieb. Der Einsatz einer kleinen deutschen Familie mit einer zweijährigen Merle ist es zu verdanken, dass immerhin zwei Rutschen geöffnet wurden und an diesem herrlich heißen Tag alle Kinder des Parks vergnügt rutschen konnten. Nur Merle wollte dann doch nicht rutschen. 

Am Abend probierten wir erstmalig aus, auf dem Gasgrill Pizza zu backen. Wir haben einen kleinen Cadac-Kugelgrill und ich muss sagen: es schmeckte hervorragend! Und war gar nicht schwer und ging richtig fix. Nach dem Schlemmerabendessen ging ich das Geschirr spülen und binnen drei Minuten – ich kam wieder aus dem Sanitärhäuschen heraus und staunte nicht schlecht – war Küstennebel aufgezogen. Kalte, feuchte Luft, diesig und mit geringer Sichtweite, kalt auf der Haut waberte über den Campingplatz. Die Leute kamen aus ihren Wagen und staunten und sprachen miteinander. So schnell hab ich die Temperatur noch nie fallen erlebt.

Eine Stunde später war der Spuk vorbei und wir konnten einen schönen leicht diesigen Sonnenuntergang erleben.

Doch ob wir jetzt wirklich nach Schottland fahren oder doch nicht – dieser Frage sind wir immer noch kein Stück näher gekommen.  

Exkurs: Die Franzosen und die Müllabfuhr. Wir haben es noch nicht geblickt. Es gibt kaum öffentliche Mülleimer und wenn es dann mal einen gibt, sitzt darauf immer ein Sack Hausmüll. Warum? Ist die Müllabfuhr hier so teuer? *Grübel*

 

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