Ein Stein auf der Straße

Der Weg an Tag 15 führt uns eindeutig nach Westen

Denn dadurch, dass wir für unser Nachtlager wieder so weit in den Fjord zurückgefahren waren, passte die gesamte Ostroute durch Jotunheimen östlich des Jostedalsbreen – die private Fjellstraße „Tindeveien“ sowie das Sognefjell – nicht mehr ins Programm. Somit muss auch das „Ende des Sognefjordes“ am Soreimsfjorden in Skjolden auf einen erneuten Besuch von uns warten.

Wir richteten uns auf die Route „westlich von Jostedalsbreen“ ein. Da ich noch immer von der letzten Wanderung malad war, fiel auch der Familienwanderweg zum Bergsetbreen im Jostedal sowie ein Besuch der Stabkirche in Urnes am Lustrafjorden in diesem Jahr aus.

   

Stattdessen ging es für uns weiter mit der Fähre in Richtung Unesco-Weltnaturerbe „Fjaerlandsfjorden“. Oben zwischen zwei Tunneln gibt es einen grandiosen Aussichtspunkt (an dem man auch übernachten könnte). Hier haben wir eine schöne Teepause mit Aussicht von Weltrang genossen. 

Anschließend kamen wir am neu eröffneten Gletschermusem vorbei, das wir nicht besuchten, da das Wetter schön und trocken war. Stattdessen fuhren wir zur Gletscherzunge „Boyabreen“ und machten eine 5-minütige „Miniwanderung“ in Clogs zum Gletschersee (und 5 Minuten zurück).

Christian und ich waren uns uneinig, ob wir hier schon einmal mit dem Motorrad im Regen gewesen sind oder nicht. Ein Blick in den Blog von 2011 gibt Auskunft: ja, wir waren schon einmal hier. Damals war der Gletscher nur noch ein wenig größer, so dass ich ihn nicht wiedererkannt hatte. 

Anschließend fuhren wir zum Jolstravatnet. Hier gibt es eine aufgegebene Straße mit der Bemerkung „Stein on the Road“. Wir parken direkt am Kopf des Sees und machen eine weitere Miniwanderung – 15 Minuten zu den Steinen (und 15 Minuten zurück). Die Steine sind zurückgebliebene Teile einer Felslawine, die auf die Straße nieder gegangen ist. Da es einen Tunnel als Umfahrung gibt, wurde die Straße aufgegeben und es wurde einfach ein „Sackgassen“-Schild aufgestellt.

Nach dieser unwirklichen Begegnung mit den Felsen – fast wie ein lost place – fuhren wir weiter zum Byrkjelo Campingplatz. Zwei Gründe trieben uns hierher. Der eine war das an den platz angeschlossene Freibad, das bei 13 Grad und Regen leider geschlossen hatte. Der andere war „Bakar Jon“, eine Bäckerei direkt neben dem Campingplatz. Die hatte geöffnet. Wir kauften Puddingbrezel, Zimtschnecken, Sesamkringel und 100 % Roggenbrot, das den Namen auch verdient! Zudem gab es hier einen großen Spielplatz, Waschmaschinen und Trockner sowie eine Angelstelle (aber leider nur mit Fiskekort).

Der Mann an der Rezeption sprach einen recht verständlichen Dialekt. Wenn er langsam sprach, war er gut verständlich. Die Damen in der Bäckerei, die lediglich wissen wollte, ob ich eine Quittung haben möchte, habe ich dagegen überhaupt nicht verstanden. Und das, obwohl nach erfolgter Bezahlung immer nur zwei Möglichkeiten der Ansprache in Frage kommen: „Möchten Sie eine Quittung“ oder „möchten Sie eine Tüte?“

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