Mitten in der Wildnis Norwegens: Drangedal

Wenn früh am Morgen der Wecker klingelt, dann ist Fährenzeit! 
Um 6:20 Uhr hieß es heute: raus aus den Federn! Um 7:30 standen wir in der Schlange vor der Fähre und tranken in Ruhe eine Tasse Tee.
Dann kurzer Einlass, rauf auf die Fähre und um 9 Uhr ging es los in Richtung Norden, nach Langesund.

Viereinhalb Stunden dauert die große Überfahrt. Während wir relativ unbequem schliefen, spielte Merle ohne Unterlass im Spieleparadies mit den norwegischen Kindern. „Kom til Lekeplassen“ klappt schon wunderbar. Während der Reise verschlechterte sich das Wetter von „wolkig“ in „regnet in Strömen“. 16 Grad statt 26, Regen statt Sonnenschein und wir haben noch keine Idee, was wir mit dem Resttag in Norwegen anstellen sollten. 

Als wir dann in Langesund ankamen, war es bedeckt und trocken. „Eine Regenpause“, wie man uns versicherte. Zurück im Bus waren wir noch nicht von der Fähre runter, da hat Merle schon tief und fest geschlafen. Also fuhren wir erstmal einkaufen. Das Gesicht, wenn die Kleine aufwacht und das Erste, was sie sieht, ein rosa Donut ist – unbezahlbar.

Nach dem Donut ist sie dann wieder eingeschlafen. Gevatter Zufall hatte uns heute nach Drangedal geführt. Auf einem einsamen ehemaligen verlassenen Fylkevei fanden wir einen Platz direkt an einem See im Wald. Hier gab es eine Schutzhütte, ein Plumpsklo, einen Steg mit Boot und jede Menge noch nicht reifer Blaubeeren. Wir starteten eine kleine Wanderung den Weg entlang und der Regen startete mit uns und wurde für heute unser Begleiter bis zum Einschlafen.


Es war vollkommen idyllisch, schon fast wie ein „lost Place“. Die Straße, die nicht geteert war und sehr lang schon nicht mehr genutzt wurde, Stromkabel, auf denen Bäume lagen, dazu der traumhafte kleine See inklusive Seerosen – für uns ein gutes „Willkommen“ in Norwegen. Da der Regen dauerhafter und heftiger wurde, blieben wir den Rest des Abends im Bus und vertrieben uns die Zeit mit Gesellschaftsspielen.

 

 

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