Moysand – die Schlechtwetteralternative

Tag 32 starteten wir nach dem Frühstück mit einer kleinen Spaziertour am Bakken von Hasseltangen. Prompt als wir losgingen fing auch der Nieselregen an, uns zu begleiten. Im schönen Wäldchen und im Schilf machte es uns aber nicht viel aus. Wir kletterten auf mehrere Felsen hinauf und liefen hinunter ans Meer, wo die Wellen ungebremst auf die Küste trafen. 

Anschließend stand als Kontrastprogramm zur Natur Einkaufen im Fevik Einkaufscentrum auf dem Programm. 

Da es den ganzen Tag regnen sollte, checkten wir um 12 Uhr auf dem Campingplatz „Moysand Feriesenter“ ein. Dieser hat statt eines Außenpools einen Indoorspielplatz (Lekeland). Hier konnte Merle den ganzen Tag spielen. Es gab ein Piratenschiff und jede Menge Klettergänge an den Wänden – ähnlich wie Katzenregale – und natürlich einen Fernsehraum (*) sowie eine Kinderdisco.

 

(*) Hier lief den ganzen Tag „Söppel-TV“ für Kinder. Söppel ist das Norwegische Wort für Müll oder Trash.

Am Nachmittag pünktlich nach der Teepause kam die Sonne für uns heraus. Merle wechselte nahtlos vom Lekehaus auf den Lekeplass, einem schönen Spielplatz mit großem Riesenrutschenturm, Spielgeräten und Trampolinen.

Währenddessen machten Mama und Papa sich auf den auf dem kleinen Rundweg um den Moyodden, bevor um 18 Uhr das Kinder-Bespraßungs-Programm  mit einer „Piratshow“ begann. Diese war „wegen des schlechten Wetters“ indoor (20 Grad Sonne/Wolken fand ich jetzt nicht so schlecht) und völlig überfüllt mit Eltern und Kindern. Die Show war auf Norwegisch, aber eigentlich musste man nichts verstehen, um mitlachen zu können. Die selben Gags hatte ich auf Deutsch auch schon im Kinderpragramm auf dem Hügel in Recklinghausen am 1. Mai gesehen. Kinder haben weltweit wohl alle den selben Humor. 

Da Christian die höllelaute Bude schon verlassen hatte, bevor er ganz eingetreten war, nutzte er die zeit, um uns ein leckeres Hähnchencurry mit Reis in  der Kantine „da Christian“ zu kredenzen. Nach dem Essen ging Merle nochmal ins Lekeland mit den Worten „holt mich hier 10 Minuten bevor ich ins Bett muss bitte ab.“ (Man muss dazu sagen, dass der Campingplatz riesig war, unübersichtlich, proppevoll und der Indoorbereich am anderen Ende von uns lag. Merle hatte hier das erste Mal Orientierungsschwierigkeiten, schaffte den Weg aber dennoch alleine. Respekt!)

Und hier noch etwas aus der Kategorie „Hinweisschilder müssen nur hinweisen, ob sich der Norweger dran hält, ist eine andere Sache“

– „bitte keine schuhe vor der Tür abstellen, sondern nur rechts von der Treppe auf das Schuhregal“ -> alle hatten während der Piratenshow ihre Schuhe vor die Tür gestellt. Dort lagen hunderte Schuhe. 
– „maximal 8 Personen gleichzeitig auf dem Trampolin“ -> Merle: „Mama, ich habe 24 gezählt.“
– „Kinder unter 12 müssen beaufsichtigt werden“ -> ich gefragt: kann mein Kind hier allein bleiben? – Antwort: na klar.

und was sagt Christian zum heutigen Tag? 5 Sterne brauche ich nicht! Zu voll, zu laut, zu viele Menschen!

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