Viel Spaß mit Steinen (Geopark Leka)

Tag 24 begann mit Sonne. Also Frühstück, Duschen, Sonne genießen.

Anschließend brachen wir zur Inselrundfahrt mit dem Auto auf. Diese benötigt etwa 45 Minuten Fahrtzeit (plus Pausen).

Die Insel ist geologisch gesehen einzigartig und auf meine Frage hin, wo man denn dafür anhalten muss, sagte man mir „auf der anderen Inselseite, egal wo“. Im Südosten beginnt sie ganz normal und wird in Richtung Nordwesten immer außergewöhnlicher. Es war trocken und es gibt auf der Webseite „ut.no“ einige schöne Tourenvorschläge, allesamt nicht schwer und durch atemberaubende Landschaft führend. 

     

„Große Teile der Insel bestehen aus Serpentinit und Olivinstein, welche der Insel die charakteristische gelbrote Farbe verleihen und die man sonst nur auf der amerikanischen Seite des Atlantiks findet“ (visitnamdalen.com). Hier ist ein Stück Ozeanboden an der Oberfläche und für uns sichtbar geworden. Es gibt viele tolle Fotopunkte hier, viele Wanderparkplätze und wir haben hier einige Zeit in dieser einzigartigen Landschaft verbracht.

Anschließend fuhren wir in Richtung Fährhafen und wollten noch die Landzunge „Skeinesset“ sowie den Grabhügel als kurze familienfreundliche Wanderungen mitnehmen. Aber: es begann schon wieder zu regnen… Daher müssen wir wohl nochmal wiederkommen. Christian möchte hier unbedingt im richtigen Licht Fotos machen!

Da waren wir wieder sam Fähranleger. Und wieder haben wir die Fähre nicht bekommen, weil diese voll war. Wir warteten daher 1 Stunde im Regen, um schlussendlich die zweite Fähre zu bekommen. Die „Einweiser“ hier sind ziemlich umständlich, was das Parken angeht und es könnten theoretisch mehr Fahrzeuge auf das Schiff. Und leider haben sie zwei deutsche Wohnmobile, die länger gewartet hatten, nicht mitgenommen zugunsten von zwei norwegischen Wohnmobilen, die weiter hinten in der Schlange standen. Das ist sogar vielen Norwegern an Bord aufgefallen, die das als unfair empfanden und die Einweiser daraufhin ansprachen. 

Nach diesem Fährabenteuer fuhren wir die Küstenstraße in Richtung Röros weiter. Aber kurz vor der Stadt selbst sind wir dann doch in Richtung E6 abgebogen. Es hätte etwas weiter die Küste runter noch eine Fähre gegeben, die erst in 2 stunden wieder gefahren wäre, wenn wir den Fahrplan richtig gelesen hatten. Auf weitere Fährabenteuer im Regen hatten wir nun wirklich keine Lust mehr. Und auch die Landschaft war jetzt nicht mehr so spektakulär, um die Reise entschädigen zu können. Nunja, vielleicht war sie es, aber wir konnten durch die Wolken nichts sehen. 

Im weiteren verlauf in Richtung E6 gab es dann wieder etwas zu entscheiden. Fahren wir durch bis zur E6 in Richtung Grong/Snaasa oder fahren wir die FV17 weiter in Richtung Namsos, wo wir noch nie waren. Aus dem Bauch heraus entschieden wir uns für Grong. 

Und fast dort angekommen gleich die nächste Frage. Es war 17 Uhr und es regnete. Normalerweise suchen wir uns stressfrei einen Stellplatz, den wir zwischen 16 und 17 Uhr erreichen. Sollen wir hier im Regen stehen bleiben oder doch noch weiter fahren? Bis Snaasa (1/2 h) oder Steinkjer (1 h) vielleicht? Aus dem Bauch heraus entschieden wir uns für „bleiben“. 
Daher fuhren wir den altbekannten Platz vom Hinweg in Grong an und blieben. Und siehe da: die Sonne kam raus! Merle setze sich erstmal mit Neoprenanzug in den See (17 Grad Wasser-, 11 Grad Lufttemperatur). Das Hochwasser, das auf dem Hinweig schon viel höher war als normal, war jetzt noch einmal viel höher als zuvor. Ich räumte erstmal – wie in Orkanger – den Müll anderer Leute weg, ganz nach der Pfadfinderweisheit: „verlasse den Ort schöner, als du ihn vorgefunden hast.“ Christian spielte derweil den Chefkoch. 

Anschließend hatten wir gegessen und Pläne für die Weiterfahrt gemacht. Denn in 2 Tagen soll es 29 Grad geben! Wir suchen daher einen schönem Strand mit oder ohne Campingplatz.

Die Recherchen ergaben folgendes:

  • der avisierte Campingplatz in Surnadal, der mit einem Strandfoto wirbt, liegt gar nicht am Strand.
  • der Platz in der Nähe von Orkanger ist zu nah, da wären wir 1 Tag zu früh. Das passt nicht gut. 
  • auf Rauöra beach in Oppdal, wo wir vor drei Jahren bereits waren, wird die Hölle los sein. Darauf haben wir keine Lust.
  • es gibt 3 Campingplätze bei Lillehammer, was 8 Stunden Fahrt in 2 Tagen bedeuten würde. Aber die Bewertungen sehen nicht so gut aus und sie sollen sehr teuer sein.
  • zufällig hatten wir „Osensjoen Camping“ im Innlandet gefunden. Doch laut Buchungssystem waren dort alle Plätze belegt.

Der Weg nach Osensjoen wären schaffbare 7,5 Stunden, verteilt auf zwei Tage. Zudem könnten wir uns auf dem Weg dorthin die „Nationale Tourist Route“ Rondane anschauen. Daher hatte ich den niederländischen „Aussteiger“ und jetzt Campingplatzbetreiber Ed angerufen und noch einen Platz ergattert. Das war das erste mal, dass wir einen Platz reserviert hatten. 

Christians Zusammenfassung des Tages: „beeindruckende, canyonartige Felsformationen, eine tolle Energie sowie Ruhe fernab der Hektik(*) – die Insel hat was!“

(*es sei denn am Fähranleger)

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