Risor im Regen

Tag 31 begann für uns wieder allein auf dem Campingplatz. Unsere bekannten sind gestern Nachmittag abgereist, da sie heute wieder zur Arbeit gehen mussten. 

Allerdings gingen Wenche und Johnny nicht, ohne uns zum Abendessen einzuladen. Wir fühlten uns geehrt und freuten uns sehr. 

  

Den Morgen verbrachten wir auf dem Campingplatz Lovisenberg. Merle und ich spielten eine Partie Riesenschach bei 25 Grad und Sonnenschein. Als wir gegen 11 Uhr losfuhren, verschlechterte sich das Wetter. Wir fuhren in das eine Autosatunde entfernte Holzhausstädtchen Risör,. Dort kamen wir dann bei 15 Grad und Regen an. 

Ich lotste Christian zum Parkplatz Krantoppen. Dieser liegt von der Stadt aus gesehen hinter einer kleinen Bergkuppe. Vom Parkplatz aus startet die „Urheia Kulturlöype“. Hier kann man auf dem Berg die Reste einer alten DAWA-Bunkeranlage aus dem 2. Weltkrieg, einen Badesee, den Aussichtspunkt „Risörflekken“ sowie einen Anlage mit Sportgeräten erlaufen. Anschließend gingen wir die steile Stiege in die kleine Stadt und an den Hafen hinunter. In Regen ist die Stadt zwar leer, aber das Besiuchtigen macht auch nur halb so viel Spaß. Inklusive kleinem Stadtrundgang und Rückweg sind wir 5 km gelaufen. Komplett im strömenden Regen. Anschließend trockneten wir uns im Bus bei einer ausgiebigen Teepause. 


Anschließend fuhren wir zu unserem Übernachtungsplatz „Hasseltangen“, einen Parkplatz an einer „Friluftsomrade“ , der keine 3 km von Wenche und Johnny entfernt lag. Das wussten wir zu diesem Zeitpunkt aber nicht, das war tatsächlich purer Zufall und ein großes Glück. Denn gerne holten uns die beiden dort ab und fuhren mit uns zum Chinarestaurant „House of Enny“ in Fevik, wo wir gut und für norwegische Verhältnisse günstig Chinseisch essen  waren (ca 20 Euro pro Gericht).
Wir haben uns sehr gut unterhalten und konnten einander auf Norwegisch wirklich gut verstehen. Und wenn etwas nicht ging, dann klappte es auf Englisch. Es war wirklich sehr hyggelig und zum Schluss bestanden Wenche und Johnny darauf, unser Essen mit zu bezahlen. Wir freuten uns sehr. 

Nach dem Essen machten wir per Auto eine Sightseeingtour durch Grimstad. Es gibt hier wirklich viele wunderschöne Flecken, die man normalerweise vielleicht nicht sieht, wenn man nur als Tourist durchfährt, ohne „Guide“. Es gibt einen schönen Yachthafen mit großem Spielplatz, mehrere Sandstrände (Storesdand, Groos badeplass), eine große Universität und vieles mehr. Die Stadt hat mit ihrem 12.000 Einwohnern wirklich alles, was man sich von einer Stadt wünscht und in Deutschland bei Städten ab 100.000 Einwohnern kennt – inklusiver hoher Mieten (weil Stundentenstadt). 

Zusammenfassung des Tages von Christian: „Schlageschach“ – Merles Schachvariante mit dem Ziel, immer schlagen zu müssen, wenn man kann.

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